Die Erarbeitungen

Affirmation

Das Bedeutendste aller mir bekannten Phänomene soll das eines Vergehens der Dinge, ihr Abklingen als Naturerscheinung sein. Da entsteht neuer Raum im gegebenen Rahmen und macht alles möglich, ohne dass wir mehr verlieren werden als das Überzählige daran.

Idee

Zwei polare Gegensätze

Ich kenne das Leben als ein Dasein. Innerhalb davon erschauen wir die Welt mit ihrer Struktur und sind lebendig. Dem möchte ich mit folgenden beiden Aussagen gerecht werden. Sie ergänzen sich, ohne einander zu opponieren.

  • Am Anfang und am Ende besteht die Struktur. So wird der Kosmos richtig verstanden.
  • Ohne Struktur ist das alles. Im Nichts löst es sich auf. So wird das Dasein angegangen und das Lebendige gewahrt.

Was vom Dasein zu verstehen sein wird, das ist eine Widerspiegelung der Dinge als Phänomen. So erscheint uns das, so wirkt es sich aus. Derweil besteht das alles als Ordnung. Eine solche weist gewisse Gesetzmäßigkeiten auf, welche sich über der Zeit wiederholen. Somit habe ich die Existenz als ein Fraktal des immerzu Gleichartigen verstanden. Nichts würde an ihm ausgelöscht werden können oder gar verloren gehen.

Technik einer Rezeption

Nyasa

Ohne eine Anleitung zur Selbstberührung zu geben, habe ich eine solche im dafür gebräuchlichen Wort gesucht und auch etwas gefunden, was sich darstellen lässt.

N - Y - A - S -A - So wird das Wort für die Selbstberührung buchstabiert.

Strukturelle Gegebenheiten

N - Innige Berührung

Y - Lebendigkeit verspüren

A - Wach sein

S - Heilung und Streben

A - Wach sein

Subtile Natur

Ausklang - Das Verklingen des Gegebenen.

Nachgang - Das Verbleibende ist ohne Struktur, aber existent.

Nachhall - Reflexion des Lebendigen.

(Einheit) - Soheit als Einzigkeit des Empfundenen kann gewahrt werden.

[Entdeckung des Selbst] - Das Ich in seiner immanenten Schau kann erkannt werden.

Der Wendepunkt

{Bindu} - Der Umkehrpunkt, aus dem alles hervorgeht und in dem alles sich auflöst. Er ist ohne Substanz.

Gedanke

Eine Differenzierung

Der Mensch fasst alles als ein Gesamtes auf und erkennt das Ganze. Das macht sein Bewusstsein als Phänomen des Geistlichen aus. Damit kann er spielen. So geht er damit um. Vorsichtig tastet er etwas ab und gewahrt so die Wege, um einen Gegenstand zu erkunden. Dabei wird ihm dessen Funktion einsichtig. Einen Gehalt davon kann er erkennen. Da widerspiegelt sich ein solcher am Menschen und stattet ihn aus.

Dokumentation

Zur eigenen Sache

Mit meinen Werken kann ich allein nur das wiedergeben, was mir bereits vor Augen getreten ist. So habe ich meine Dinge gestaltet. Dabei ist das eigene Gut eine Summe des Ganzen, welche sich aus dem Gesamten mir bekannten Guten ableiten lässt. Natürlich habe ich manches besser als anderes gemacht. Genauso gut wird man es annehmen, dass ich einen eigentlichen Schwerpunkt besitze, welcher mein Werkschaffen mitbestimmt. Jedoch strebe ich nach einem Plateau, auf welchem die Dinge zu ihrem Bestand finden werden. Das soll einmal eine sichere Basis für das Weitere sein. Sie zu erlangen, das wird etwas ausmachen.

Bei der Erstellung meiner Schriften gehe ich von manchen einfachen Annahmen aus. Eine davon ist der innerliche Bezug eines Menschen, welcher es ihm erlauben soll, auf das eigene Dasein etwas zu setzen und daran festzuhalten, was es ausmacht.

Derweil habe ich nicht nach einer schwierigen Aufgabenstellung für mich gesucht, sondern vielmehr das Gegebene anerkannt und als vorgegeben angenommen. So kann ich ein innerliches Bild haben, an welchem ich festhalten möchte. Da erfahre ich es und kann das bei mir erkennen, was es bedeutet. Das zu tun soll meinen Geist stärken.

Erkenntnis

Ein Gestaltungsprinzip

Der Leib des Menschen wird eine Abbildung der Wege (des Geistes) eines Menschen sein. Was durch uns gestaltet wird, so etwas erfahren wir auch unmittelbar an uns.

Impuls

Über den Eifer der törichten Menschen

Sich als Europäer mit dem Yoga zu befassen, das ist für manchen wie Schnaps zu trinken und zu denken es sei Wasser.

Das Leben hinzunehmen und es zu belassen, wie es ist, das soll die höchste Form davon sein. So erlangt man die eigene Natur.

Alles Üben von Posituren und Techniken soll ein Hinweis darauf sein, wie weit man noch davon entfernt ist, es richtig zu machen.

Gedanke

Eine Summe des Ganzen

Die Sprache eines Menschen nutzt die Modulation des Gegebenen zur Gewinnung ihres Ausdrucks. So spricht der Mensch. Dabei erkennt er die Vielfalt des Gegebenen zwar an, bleibt aber auf das scheinbare Wesentliche davon begrenzt. Allein nur das, was eine begreifbare Struktur zu eigen hat, kann von uns Menschen auch vermittelt werden. Doch das Wesentliche an der Struktur wird jeder Mensch auf seine eigene Weise erschauen. Da treten unterschiedliche Bedeutungen des Gegebenen auf und kommen zum Vorschein. Das wird so wahr sein, weil sich die Menschen eben gerade keine einheitliche Vorstellung davon gemacht haben, was sie wirklich bedingt.

Getreu dieses Sachverhaltes sind alle Menschen gleich. Da wird es auch zu bekunden sein, dass sie allesamt gleich viel wert sind. Es kann allein nur einen Urgrund geben. Es kann allein nur eine höchste Höhe geben. Dazwischen befinden wir uns und ergeben uns dem Leben mit dem Dasein als Mensch.

Gedanke

Über das Werden der Dinge

Getreu dem Glauben eines Menschen und einem Begriff der Dinge sollen wir in Vereinbarkeit damit handeln, was uns ausmacht. Das wird etwas sein, was uns so einiges bedeutet. Dafür möchten wir uns einsetzen. So soll uns etwas gelingen, dessen wir auch wirklich bedurft haben.

Der Mensch hat etwas an sich, das ihm einen Sinn des Gegebenen vermittelt. So wird es zu dessen Vorgabe, einem Anhaltspunkt für das Bestehende. Orientieren wir uns erst einmal danach, werden wir auch ein Glück erfahren. Das soll unser Lebensglück sein, was so wahr wird.

Man hat da manche Aufgabenstellung im Dasein für sich gefunden und vollbringt seine Werke. Ein jedes Einzelne davon soll einmal abgeschlossen werden. So gewinnt man etwas, weil man sich daranhält. Das wird einen Weg eröffnen, welchen wir begehen möchten.

Machen wir uns erst einmal auf und verrichten unsere Werke, dann kommen wir auch zu mancher Ansicht über die Natur der Dinge des Kosmos. Wir erkennen dessen Wesen als Wahrheit an, genauso wie wir das Dasein als Wirklichkeit begreifen.

Nun haben wir manches bereits erkannt und möchten das Werk schöpfen, wie es uns möglich ist. Dazu haben wir Einsicht zu nehmen. Was macht das Wirken eines Menschen aus? Ja, welcherart sollen unsere Werke sein? - Da sollen wir uns an den Größenordnungen und Gesetzmäßigkeiten des Physischen etwas orientieren, um in Einfalt und Freude etwas für uns zu bewegen.

  • Wer mehr gibt, als er dafür zurückfordert, kommt schnell voran.
  • Das Gegebene kann gewahrt werden, indem man es belässt, wie es ist.
  • Eine freimütig durchgeführte Regulation des eigenen Handelns verursacht eine Stärke des Menschen.
  • Eine Kenntnis des Gegebenen eröffnet gute Wege.
  • Die uns gegebene Natur beinhaltet endliche Füllen.
  • Die Leere ist ein Motor des Gegebenen. Sie bewirkt alle Wahlfreiheiten für uns.
  • Ohne einen echten Widerstand zu erfahren, fallen wir nur noch hin.
  • Alles Glück geht von einer Orientierung des Menschen aus.
  • Das Prinzip eines endlichen Lebens muss dringlich die Erkenntnis dessen baldigen Niedergangs sein.
  • Ein jedes Unglück löscht das uns mögliche Glück aus und überschreibt es scheinbar.
  • Was sich auswirkt, das muss auch da sein.
  • Die Welt ist ein Fraktal der immerzu gleichartigen Ordnungsprinzipien und auch so zu verstehen.

Impuls

Jeder Gedanke ist von Wert

Eine Zusammenstellung des Gegebenen macht uns Menschen denken. Da werden wir etwas wahrnehmen, was einander bedingt und so die Matrizen des gerade aktuell vorkommenden Geschehens gewahren. Dank einer Endlichkeit der Dinge, ihrer Beschränkung auf einen überschaubaren Bereich also wird das so wahr sein. Da nehmen wir das Gegebene auf und setzen es in einen Bezug. Manches werden wir so davon begreifen.

Doch es kommen auch andere Dinge bei einem Menschen in Gedanken vor. Da wären die Impulse zu nennen, jene von allem anderen losgelösten Größenordnungen. Auch mit ihnen haben wir umzugehen, da sie uns beaufschlagen. Ihre Eigenschaft soll es sein, dass sie uns in eine andere Position versetzen werden. Da wirkt mit einem Mal alles in anderer Weise auf uns ein als zuvor, wenn das erst einmal geschehen ist. Da bedürfen wir unserer Gabe zur Beobachtung. Wir müssen das uns Gegebene darum erneut bewerten, weil es jetzt anders ausfällt. Doch das soll ein einfacher und auch üblicher Vorgang für den geübten Anwender sein. Im Grunde wird das etwas Machbares sein.

Was werden die Voraussetzungen dafür sein? - Erkennen wir erst einmal das für das Denken eines Menschen grundsätzliche Prinzip der Wertvorstellung an, dann wird es wenig Mühe bereiten müssen, einen Gedanken für wertvoll und wichtig anzuerkennen, so er bei uns aufgekommen ist. Dann sollen wir ihn auch als unseren eigenen Gedanken annehmen. Haben wir auch dessen Bezugssystem zum Zeitpunkt vielleicht noch gar nicht richtig erkannt, so wissen wir doch, wer den Gedanken hat. Das sollen wir selbst sein. Aus irgendeinem Anlass ist er bei uns aufgekommen. Jetzt gehört er also von uns wahrgenommen. Dazu setzen wir ihn in unsere Vorstellung des Kosmos eigener Art ein. Dabei soll uns etwas klar verständlich werden.

Da bilden wir für ihn doch einfach das gültige, ja ihm zugehörige Bezugssystem, um seine Bedeutung für die Situation jetzt gerade hier vor Ort begreifen zu können. Irgendetwas wird er schon bedeuten, schließlich soll es ja ein echter Gedanke sein. Einen grundsätzlichen Wert eines solchen haben wir anzuerkennen, wenn wir ihn nicht übergehen möchten.

Eine gewisse Matrix, welche aus Bezügen und Dingen besteht, lässt das Einzelne davon in einem System aus Ordnungen erscheinen und macht dadurch etwas klar. Aber auch das Einzelne, zu allem anderen scheinbar Unabhängige weist ein Bezugssystem auf, welches von gleichartiger Natur sein wird. Das wird anzunehmen sein. Es wird an uns sein, es zu benennen und aufzuzeigen, was dafür für Gedanken und Ideen in Frage kommen. So etwas müssen wir ausfindig machen. Orientieren wir uns dabei doch einfach an etwas Bekanntem, was es auch wirklich schon gegeben hat. Gut wird es aber sein, wenn es etwas ist, das vor Ort vorkommt und hier geschaut werden kann. Um das sicherzustellen, möchten wir uns folgende Frage stellen.

  • Mit welcher gerade hier vorhandenen Sache können wir den eigenen, tatsächlichen Gedanken zurecht in Verbindung bringen?

Brangassivo - Diagramm

Idee

Ein eigener Kosmos

Die Behauptung, dass der Mensch einen eigenen Kosmos eignet, soll hier vorkommen und geklärt werden. Dazu wird es erst einmal zu erklären sein, was der Autor Schneider damit meint, wenn er von seinem Kosmos spricht.

  • Der eigene Kosmos ist, seinem Gedanken nach, ein eigener Bereich innerhalb des Gegebenen, welchen er erkunden und erfahren kann.

Dazu macht er sich Gedanken, dazu hat er Ideen. So wird er mit der Sache vertraut.

Zuweilen nehmen ihm andere Menschen etwas von seiner Kraft und verringern darum den Gehalt seines Kosmos. Da gerät etwas durcheinander. Das muss anschließend erneut zu seiner Ordnung finden oder es wird sich etwas davon abspalten und verloren gehen.

Weil das schon so oft in Schneiders Leben geschehen ist, dass man ihm in seine Dinge hineingeredet hat, zieht er sich zeitweise in einen eigenen Bereich zurück. Dort geht er in Klausur mit sich und prüft das ihm Eingegebene. Das wird etwas sein, womit er seinen Bedarf an Gedanken und Ideen zum Dasein sicherstellen kann. Da gewinnt er manches Gebiet und kann einiges für sich bewegen.

Den eigenen Kosmos bezeichnet er als seinen kleinen Kosmos. Das soll eine Sphäre sein, mit welcher er sich im Dasein zu identifizieren weiß. Dort werden seine Dinge gelingen. Weiteres kann ins Geschehen kommen. Diesen Bereich nennt er 'Sarien'. Anderswo hat er dazu einiges aufgeschrieben.

Da es Schneider am Herzen liegt, sich von manipulativen Suggestionen aus seiner Umwelt zu befreien, hat er einen Weg dafür gesucht, um das zu bewerkstelligen. Ein Verfahren hat er dazu eingerichtet, mit welchem ihm das gut gelingen soll. Das hat er ebenfalls mit einem erfundenen Namen benannt. 'Vicodhabandam' lautet er. Er soll darauf hinweisen, dass wir Menschen in der Welt mit allerlei Verkehrtem und Falschem beaufschlagt sind. Das ändert unsere Wege ab und macht es schwieriger, die eigenen Ziele zu erreichen.

Wer nach Selbstverwirklichung strebt, der würde um eine Befreiung davon nicht herumkommen. Er wird ebenfalls mit sich in Klausur zu gehen haben, um es erst einmal herauszufinden, was denn wirklich durch ihn bedingt wird. Da wird uns manches dazu klar.

Unsere Eigenschaften als Mensch setzen sich aus etwas zusammen. Zum einen sind da unsere Güter und Talente zu benennen, zum anderen werden sich Einflussnahmen und zeitliche sowie örtliche Gegebenheiten auf uns auswirken. Wer sich von unnötigen Widrigkeiten in seinem Dasein freimachen möchte, der wird einen dazu vergleichbaren Weg für sich suchen müssen, wie ihn Schneider hier aufgezeigt und benannt hat.

Idee

Ausgeglichenheit

Ein gewöhnlicher Zustand soll derjenige einer Ausgleichung sein. Immer wieder kommt er vor. Vollkommen zurecht findet das statt.

Bei uns sollte ein solcher Zustand nicht für Unbehagen sorgen. Gerne sind wir befreit von allem Überzähligen, nehmen das so wahr und kommen damit klar.

Impuls

Ein Neuanfang

Für den Fall, dass es möglich sein wird, einen Weg wieder und wieder zu begehen, bedarf es auch gleichartiger Wegmarken für ihn. Da kommt es der Betrachtung einer solchen Sache zu Gute, dass wir einen der Eckpunkte des Prozesses bereits als gegeben erkannt haben.

Das soll der Ausgangspunkt aller denkbaren und gangbaren Wege sein. Er wird zugleich als der Endpunkt eines solchen Wegs richtig erkannt. Da schließen sich die Kreise von vorneherein und bleiben auch so.

Um es sich einfach zu machen, hat Schneider den Zustand der Leere als Anfangspunkt für seine Dinge gesetzt. Ohne eine eigene Einflussnahme ist da noch das alles, was vorkommt und besteht. Sie führt zur Ausgeglichenheit der Dinge.

Zur Wegmarke möchte er in mehr oder minder regelmäßigen Abständen zurückkehren. Das soll dann jeweils eine Option zu einem Neuanfang für das Eigene sein. So möchte Schneider sein Gutes für sich erhalten, so möchte er etwas freisetzen, wie es dazu passend sein wird.

Anderswo wird der Zustand mit Tod und Geburt verglichen. Das ist etwas, was vielerorts einheitlich aufgefasst wird, aber unterschiedliche Namen trägt. Die herkömmliche Darstellung des Yin und Yang erinnert daran, wie es ist, was Schneider hier beschreibt. Jedoch sind wir Menschen allein nur bedingt dazu fähig, die Getriebenheit von uns dauerhaft aufzuheben. Da durchlaufen wir den Eckpunkt zuweilen, ohne zu einer Rast zu finden. Doch wie soll man sich so sammeln können?

Gehen wir einmal in uns. Machen wir uns bereit für das Kommende. So soll etwas möglich sein, das auch wir gut zu gebrauchen wissen.

Impuls

Die Ästhetik der Idee und des Gedankens

Gewisse Dinge formen das Wesen der Gegenwart, aber sie formieren auch uns als Mensch. Da könnten wir es nicht anders wahrnehmen, als es sein wird. Jede Änderung davon kommt einem Verlust gleich. Jede Verdrehung der Ansicht und des Sinnes reduziert jenen Wert der Sache in einem ungewissen Umfang. Löse man sich davon, die Gegebenheiten der Welt zu verkennen und beginne damit bei sich, im eigenen Rahmen also. Das wird der kleine Rahmen sein, welchen wir gut zu überschauen wissen. Etwas, das Bedeutung für unser Dasein hat, kommt bei ihm auch wirklich vor und kann erkannt werden.

So erlangen wir den Zugang zu unserem eigentlichen Gedankengut. Da fällt es uns mitunter leicht, etwas davon zu benennen. Tun wir das erst einmal, wird es uns auch bekannt sein. Eine solche Schlussfolgerung scheint logisch zu sein. Die Fragestellung, zu was das taugt, werde geprüft.

Ist das Gegebene uns erst einmal vertraut, dann können wir damit auch umgehen. Da erarbeiten wir uns etwas durchweg Gewöhnliches damit, wenn alles gut geht. Jeder kann so etwas erreichen. So durchdringen wir die Welt auf eine geistliche Weise, indem wir bei uns für Ordnung sorgen, ja, indem wir eine solche in ihrem wahren Zustand für uns erhalten. Kehre man die eigene Hütte doch einmal aus, mache man bei sich klar Schiff. So kommen wir endlich in einen Besitz davon, was wir eigentlich haben. Da wird eine Ordentlichkeit von uns zu gewahren sein, aber auch vorkommen. Was würde dadurch nicht alles einfacher werden!

Eigene Gedanken und Ideen sollen da bei uns aufkommen und bestehen. Was gut ist, das soll so zu erhalten sein, wie es ist. Stabilisieren wir es doch einfach. Machen wir uns damit vertraut, dass uns das fördert und stärkt, wenn unsere Dinge sich in einem ([auch] für andere) geeigneten Zustand befinden. Dann soll es gut möglich sein, dass auch unser Lebensglück etwas prosperiert.

Doch die Füllen der Freuden wiegen zu wenig, wenn es um eine zurecht als erforderlich erkannte Einhaltung unseres gewissen Gemütszustandes geht. Wie sieht er für uns aus? Was stellt er bei uns dar? - Gehe man doch einfach in eine für das Leben und dessen Wert förderliche Haltung über. Erfüllen wir unserer Seele doch einfach ihren Wunsch nach Erhaltung. Sie wird es uns danken.

Benennen wir das Gegebene und nehmen zur Kenntnis, was es für uns bedeutet. Geben wir es doch einfach zu, was uns zeitlebens bereits bedingt. Da können wir schlau sein und uns etwas daraus machen. Frei wie der Wind sind wir zwar, aber auch genauso an das Wesen der Wirklichkeit des Daseins gebunden. Verlassen wir doch einfach die Positionen der Beliebigkeit und erkennen unseren Habitus an. Da finden wir zu uns durch dessen Bestimmung und erkennen das wahre Wesen der Natur eines Menschen an. Lösen wir Fehlerhaftes durch eine Aufgabe davon auf und besinnen uns auf funktionale, wahre Gegebenheiten, wie sie bereits bekannt sind. So kommt manches zu seinem Schluss bei uns. Da werden wir mit einem Mal uns entlasten.

Ersparen wir uns nicht den Einsatz der eigenen Kräfte, wenn es um die Existenz geht. Jederzeit wird es der rechte Moment dazu sein, sein 'Schiff' vor dem Kentern zu bewahren. Retten wir das eigene Hab und Gut, aber machen wir es nicht allein nur daran fest, was wir für uns haben möchten. Denken wir doch einmal wieder an unsere Mitmenschen. Unser Fortbestand ist ungewiss, die Welt derweil voller Gefahren für das Leben. Was sollen wir uns da die Backen noch voller stopfen, als sie es eh schon sind? - Eine Ästhetik der Gedanken und Ideen soll keine sein, welche solche Dinge kaschiert.

Glaube

Konsistenz der Gedanken

Die Wahrheit würde der Mensch nicht ohne seinen Zugang zur Einsicht erlangen. Das Wirkliche erscheint unabdingbar und bedeutet etwas. Es wirkt sich aus, ganz gleich wie wir es zuvor benannt haben. Da helfen schöne Worte für das Praktische kaum weiter. 'Schöne Worte würden nicht wahr, wahre Worte würden nicht schön sein.' - So ähnlich hat es einmal eine gute Bekannte, die Frau eines Freundes uns allen kundgetan. Da wird die Schönheit der Worte zu einem blassen Schreckgespenst. Fahl ist dessen Antlitz, sein Wesen wird kaum zu erretten sein. Da steht man da und bleibt so ratlos. Kein Talent der Welt wird das aufheben. Doch es kommt darauf an, was man von seinem Schicksal gewohnt ist oder sich zumuten möchte. Es gibt auch Zwischentöne. Manches setzt sich zu braun und grau zusammen, anderes erscheint in klarer Weise. Das alles kann vernommen werden. Da wird es auch von einer gleichen Ordnung sein. Das denke ich da. Dann aber, wenn mit schönen Worten gelogen wird, muss die Wahrheit bitter sein. Der Ruin wird es sein, dass man den Schrecken der Welt nivelliert und allem anderen gleichmacht. Was soll man da anderes davon haben als den Verlust des letzten Funkens eines eigentlichen Verstandes!

So kommt die Vernunft unter die Räder bei beschönigenden Reden. Alles prahlt. Jeder hat Anteil daran. Keiner kann jedoch wirklich mithalten. So werden die Menschen hierzulande zu Kohorten von (sozialen) Versagern gemacht und dürfen einer Obrigkeit dienen, welche es sich eigentlich nicht verdient hat, dass man ihr untertan ist. Das Wort möchte ich verteidigen. Hey, eine Demokratie ist doch keine Herrschaftsform per se, sondern im Grunde erst einmal eine Gemeinschaft, welche sich wieder und wieder formieren muss, um zu bestehen. Sie würde nicht den König oder gar einen Kaiser durch ein gewähltes Oberhaupt ersetzen, sondern sie erschafft ein Gefüge der Gleichheit, der Rechtsstaatlichkeit, der Ordnung. Oh, sie macht den Menschen viel eher so frei, wie er es wirklich sein kann. Da kann und soll er seine Schritte wählen dürfen.

Staatsdiener sind wir unterdessen alle, wenn man die Bürgerschaft auch wirklich als eine solche verstanden hat. Keiner nimmt sich wohl davon aus. Keinem soll das streitig gemacht werden, dass er über so etwas nachzudenken weiß. Schadet einer dem Staat, so schadet er uns allen vehement. Schadet einer dem Menschen, so schadet er dessen Ordnung. Es wird derweil ein Friede verwirkt. Schadet einer dem (auf Zeit, des Amts wegen) gewählten Oberhaupt von uns Bürgern, so haben wir alle allein nur vermeintlich etwas deswegen zu lachen. Das fällt auf uns zurück. Es würde uns wahrscheinlich nicht ohne Grund betroffen machen, was dabei geschieht.

Da gibt es unterdessen keinen Glauben an die Obrigkeit, sondern allein nur mehr eigene Vorzüge, für die gestritten wird. Doch es verachtet der Einzelne die Gemeinschaft, wenn er so wirkt. Solcher Vorzüge bedarf niemand, der gemäß dem wahren Gemeinschaftssinn handelt. Wer erst einmal vom Staat versorgt wird, der hat guten Grund, an der Schieflage festzuhalten oder diese gar zu verstärken. Und es soll eine solche sein, wenn einer sich über Gebühr bedient oder eine andere Art der Einseitigkeit auslebt. Wer dem Staat vorenthält, was des Staates ist, der wirkt genauso schlecht.

Paradox wirkt dazu das Gesicht der Gegenwart. Alles ist so kunterbunt, wenig durchdacht und oftmals sogar verwerflich, an was wir dennoch festzuhalten versuchen, weil wir so große Stücke darauf halten. Und dann, wenn wir es endlich erkannt haben, was den Abyssus ausmacht, werden wir ihn doch wahrscheinlich auch erkunden gehen. Welch einen Sinn das doch hat. Unser Fortschrittsglaube ist groß.

Da hoffe ich zumindest auf einen Ausweg aus dem Jammertal. Wer weiß es schon jetzt, für was der heutige Tag noch gut sein wird! - Wer hat da nicht zurecht an jenen Phönix geglaubt, der aus der Asche hervorkommt? - Er möchte bestehen. Die Asche zu suchen, das braucht derweil keiner. Das Feuer wird es schon alles niederbrennen, was ihm zum Opfer fällt. Danach zu trachten, den natürlichen Vorgang zu verstärken, das wird etwas Widersinniges sein.

Einen Untergang zu erstreiten macht einfach keinen Sinn. Sogar dann, wenn wir alle dafür bereit sind und es auf uns nehmen möchten, das alles aufzugeben, was wir heutzutage haben, sind und tun, wird es das Gute, Wahre und Richtige sein, aus was sich die Zivilisation errichtet. Und der Welt wird es sicherlich egal sein, wie beschwerlich der Weg dorthin zu begehen ist. Das Leid des Menschen würde nicht die für sie relevante Größenordnung sein.

Impuls

Dementia

Ein System, dessen letzter Schluss die Auslöschung des menschlichen Geistes bedeutet, ist nichts Brauchbares gewesen. Das soll für alle Glieder des menschlichen Geistes so gelten.

Gedanke

Innerer Reichtum würde nicht die Welt kosten.

Impuls

Subtile Wahrheit

Weisheit ist die direkte Erfahrung der Wertigkeit einer Beziehung zu seinen Mitmenschen und wird auch so gelebt. Besitzen kann diese niemand, der sie nicht auch an anderen zu erkennen vermocht hat. Sie sich anzueignen, das bedeutet uns vielerlei Aufgabenstellungen sowie deren Bewältigung mit Umsicht und Glaube. Eine Rechtschaffenheit des Menschen ist zu erwirken, könnte aber nicht durch andere Leute ihm auferlegt werden.

Sprachgestaltung

Der innere Konstrukteur

Das Gegebene wird vom Menschen geschaut und dazu verwendet, um es für sich einzusetzen. Darauf prüft der Mensch die ihn umgebende Natur wie auch sein eigenes Wesen, ob sie für ihn zu gebrauchen sind.

Es hat der Mensch einen gewissen Abstand zum Gegebenen. Da sehnt er sich nach dem Glück der Partizipation. Dank der ihm zu eigenen Wahlfreiheit kann er unterschiedliche Wege begehen. So hat er manche Gelegenheit zur Verbesserung seiner Herangehensweise an das Vorhandene.

Der Mensch würde nichts dazu tun müssen, um Gebrauch von seinem innerlich veranlagten Konstrukteur machen zu können. Wer die Dinge belassen kann, wie sie sind, der wird sie auch früher oder später richtig verstehen.